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Aktuell: Die
Grünen Binningen freuen sich, dass die Stimmbürger bei der 2.
Abstimmung unserer Argumentation gefolgt sind und das unnötige und
unökologische Projekt des gemeinsamen Werkhofs mit Bottmingen abgelehnt
haben. Wir
setzen uns für die vertiefte Zusammenarbeit mit Bottmingen ein,
allerdings in Bereichen, in denen Mehrwert geschaffen werden kann und
ein positives Aufwand-Nutzen Verhältnis besteht!
unsere Argumentation gegen den Werkhof-Planungskredit
Am 27.3.2011 wird in Binningen erneut über einen
Projektierungskredit von 315'000 Fr. abgestimmt für den Neubau eines
gemeinsamen Werkhofs von Binningen und Bottmingen.
Die Grünen Binningen lehnen den Kredit ab, obwohl wir einer
Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde grundsätzlich positiv
gegenüberstehen. Heutige Situation
Der heutige Werkhof von Binningen liegt zentral,
funktioniert gut und könnte die Aufgaben problemlos noch viele Jahre erfüllen. Binningen hat zudem momentan diverse grosse Bau- und
Sanierungsprojekte, welche wegen dem unnötigen Werkhof-Projekt weiter verzögert
würden!
Fragliches Sparpotential
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Einsparungen
von 10-15% oder 900'000 Fr. seien bei einem gemeinsamen Werkhof mit Bottmingen
möglich, wird in der Abstimmungsbroschüre und im Binninger Anzeiger
geschrieben. Dies gelte aber für beide Gemeinden zusammen, wurde (nur im Binninger
Anzeiger, zudem an wenig prominenter Stelle) korrigiert.
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Einsparungen
werden vorgesehen durch Stellenabbau und günstigere Einkaufspreise. Günstigere
Einkaufspreise sind wohl möglich, wenn beim Einkauf nicht auf Umwelt- und
Sozialverträglichkeit geachtet wird. Beides ist für die Grünen inakzeptabel.
Die in der Vorlage erwähnten Mengenrabatte könnten wohl auch heute schon
ausgehandelt werden.
Kein Sparen durch Personalabbau!
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Der
Werkhof erfüllt sehr personalintensive Aufgaben, die bei einem Zusammenschluss
kaum weniger Arbeit generieren, würden doch zum Beispiel die Wege zu den
Arbeitsplätzen wesentlich länger.
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Mitarbeiter,
die kündigen oder in Pension gehen, sollen nicht ersetzt werden, heisst es.
Dies liesse ja vermuten, dass man schon heute auf sie verzichten könnte!
Es ist aber eine wichtige Aufgabe der Führung, die Mitarbeiter auszulasten.
Wäre das Binninger Werkhofpersonal nicht ausgelastet, könnte es schon heute
problemlos zusätzliche Aufgaben, zum Beispiel für die Gemeinde Bottmingen
erledigen!
Die Grünen sind überzeugt, dass die
Sparziele nur mit Qualitätseinbussen und nur auf Kosten des Personals erreicht
werden könnten. Beides ist für die Grünen inakzeptabel!
Kein Verschwenden von Landreserven!
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Fusionen
sollen Synergien erzeugen, wird allgemein erwartet.
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Binningen
soll für den neuen Werkhof aber 6000m2 der letzten Landreserven, Nota
bene die doppelte Fläche des heutigen Werkhofs, zu einem Preis von nur 780
Fr./m2 einbringen.
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Das
heutige Werkhofareal soll dann zur Finanzierung des Neubaus mit einem viel
höheren Quadratmeterpreis an Private verkauft werden.
Eine Finanzierung eines
neuen, unnötigen Werkhofs über den Verkauf von Landreserven ist für die Grünen
inakzeptabel, denn kostenneutral ist das "Verscherbeln von
Tafelsilber" nie!
Unterschiedliche Aufgaben der beiden Werkhöfe
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Die
beiden Werkhöfe erfüllen heute unterschiedliche
Aufgaben:
Zu den Aufgabenbereichen des Binninger Werkhofs gehören der Gebäudeunterhalt
und die Strassenreinigung, in Bottmingen sind diese Aufgaben an externe Firmen
ausgelagert.
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Es
gibt noch keine Vollkostenrechnung und kein gemeinsames Betriebskonzept.
Beides wäre aber für eine verlässliche Planung und Kostenberechnung nötig.
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Der
Gemeindrat Bottmingen hat sich noch nicht einmal festgelegt, welche Aufgaben
dem Werkhof übertragen werden sollen (Interview im Binninger Anzeiger vom
23.12.2010).
Wie können Raum- und
Verkehrsflächenbedarf geplant und die Einsparungen vorhergesagt werden, wenn
die Aufgaben eines gemeinsamen Werkhofs noch gar nicht definiert sind?
Binningen braucht jetzt keinen neuen
Werkhof!
Zur Wiederholung der Abstimmung:
25.01.2011
Aus den Verhandlungen des
Regierungsrates
Abstimmung über Planungskredit Werkhof
Binningen-Bottmingen; Wiederholung nötig
Der Regierungsrat hat zwei
Beschwerden gegen die Volksabstimmung in Binningen vom 16. Januar 2011 zum
Planungskredit von Fr. 315'000 für einen gemeinsamen Werkhof
Binningen-Bottmingen gutgeheissen.
Die gemeinderätlichen
Abstimmungserläuterungen haben nicht den Anforderungen von § 19 des Gesetzes
über die politischen Rechte entsprochen, wonach die Erläuterungen sachlich sein
und auch die gegensätzlichen Standpunkte darstellen sollen. Zudem ist seitens
der Gemeindebehörden auf den amtlichen Seiten des Binninger Anzeigers für die
Annahme der Vorlage geworben worden, ohne dass in einer ersten Phase auch die
Gegner der Vorlage ihre Sicht der Dinge hätten darstellen können. Erst auf
entsprechende Intervention hin erhielten die Gegner der Vorlage im Binninger
Anzeiger vom 6. Januar 2011 die Möglichkeit, ihre Argumente im redaktionellen
Teil des Binninger Anzeigers und nicht nur in Leserbriefen darzustellen. Zu
diesem Zeitpunkt war die briefliche Stimmabgabe aber bereits seit zwei Wochen
möglich. Der Anspruch der Stimmberechtigten, dass bei Wahlen und Abstimmungen
gemäss § 22 der Kantonsverfassung der freie Wille der Gesamtheit der
Stimmberechtigten zuverlässig und unverfälscht zum Ausdruck gelangen kann, ist
durch erhebliche Mängel in der Abstimmungsvorbereitung verletzt worden. Nachdem
das Abstimmungsresultat relativ knapp ausgefallen ist (2005 Ja-Stimmen, 1856
Nein-Stimmen, 51 leer eingelegte Stimmzettel, Stimmbeteiligung 39,88 %). kann
nicht ausgeschlossen werden, dass die Abstimmung bei mängelfreier Vorbereitung
anders ausgefallen wäre. Die Abstimmung ist zu wiederholen.
Auskünfte:
Walter Mundschin, Landschreiber, Tel. 061 552 50 01
Leserbrief im Binninger Anzeiger vom 27.1. eingeschickt am 23.1.
Ja zu fairen und
klaren Spielregeln!
Beim Sport gibt es Spielregeln und Schiedsrichter, die für
ein faires Spiel sorgen. Regeln gäbe es eigentlich auch in der Politik. Wer
sich wiederholt nicht daran hält, sollte sich nicht über die Gegenpartei
beklagen, er sollte die Regeln studieren! Der Binninger Gemeinderat bekundet in
letzter Zeit leider vermehrt Mühe mit dem Einhalten der Regeln, wie zuletzt
beim Werkhof-Projekt.
Wir Grünen haben uns aus diversen Gründen gegen den Werkhof
Binningen/Bottmingen ausgesprochen und auch in Leserbriefen im Binninger
Anzeiger auf die übertriebene Propaganda des Gemeinderates hingewiesen. Wir
haben zudem erfolglos eine Informationsveranstaltung und einen Tag der offenen
Türe im bestehenden Werkhof vorgeschlagen. Erst nach einer (nicht von uns eingereichten)
Stimmrechtsbeschwerde wurde den Projektgegnern wenigstens etwas Platz für deren
Argumentation im Binninger Anzeiger zur Verfügung gestellt. Wir Grünen nahmen
den Platz für die Stellungnahme an, im Wissen, dass sie eine Woche vor dem
Abstimmungstermin eigentlich viel zu spät erschien. Denn viele Stimmberechtigten
füllen die Stimmzettel lange vor einer Abstimmung aus.
Nur gerade 149 Stimmen haben den Ausschlag gegeben bei der
Abstimmung zum Werkhofprojekt vom 16. Januar. Dies ärgert, besonders wenn die
ungleichen Spiesse berücksichtigt werden. Trotzdem haben wir Grünen keine
Stimmrechtsbeschwerde eingereicht, und wir werden es auch nicht tun. Wir
wünschen uns aber von allen Seiten das Bekenntnis zu fairem politischen Spiel und
zudem klarere Spielregeln für zukünftige Abstimmungen.
Es sollte in Zukunft nicht mehr passieren, dass Unterlagen
zu einer Abstimmung dreimal gedruckt werden müssen, wie es bei denjenigen zum
Werkhof-Planungskredit geschehen könnte!
Guido Keel-Bänziger, Präsident Grüne Binningen
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